Zeitschrift für deutsche Wortforschung, Band 6

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Karl J. Trübner, 1905
 

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Häufige Begriffe und Wortgruppen

Beliebte Passagen

Seite 143 - Ich bin der Geist, der stets verneint! Und das mit Recht: denn alles, was entsteht, Ist wert, daß es zugrunde geht; Drum besser wär's, daß nichts entstünde. So ist denn alles, was ihr Sünde, Zerstörung, kurz das Böse nennt, Mein eigentliches Element. FAUST: Du nennst dich einen Teil und stehst doch ganz vor mir? MEPHISTOPHELES: Bescheidne Wahrheit sprech ich dir.
Seite 171 - Das Grenzenlose dort geschaut, So sähst du dort doch Well auf Welle kommen, Selbst wenn es dir vorm Untergange graut. Du sähst doch etwas! sähst wohl in der Grüne Gestillter Meere streichende Delphine, Sähst Wolken ziehen, Sonne, Mond und Sterne — Nichts wirst du sehn in ewig leerer Ferne, Den Schritt nicht hören, den du tust, Nichts Festes finden, wo du ruhst!
Seite 147 - Worauf aber alles ankommt, sei in kurzem gesagt. Der junge Dichter spreche nur aus, was lebt und fortwirkt, unter welcherlei Gestalt es auch sein möge; er beseitige streng allen Widergeist, alles Mißwollen, Mißreden, und was nur verneinen kann: denn dabei kommt nichts heraus.
Seite 146 - Was wir in uns nähren, das wächst ; das ist ein ewiges Naturgesetz. Es gibt ein Organ des Mißwollens, der Unzufriedenheit in uns, wie es eines der Opposition, der Zweifelsucht gibt. Je mehr wir ihm Nahrung zuführen, es üben, je mächtiger wird es, bis es sich zuletzt aus einem Organ in ein krankhaftes Geschwür umwandelt und verderblich um sich frißt, alle guten Säfte aufzehrend und ansteckend.
Seite 166 - Got grüss den wirt und die weisen hern! 8, @. 75: Got grüss den wirt und wer hinn ist 9, 31 : Got grüss den wirt und sein gesind, Sein zarte frauen und seine kind, Got grüss die zarten hausdiern, die kan uns praten kuchen und piern, Man sagt, sie kun gut suppen machen Und auch gut pletz und krapfen pachen . . . 1 ЗФ entnehme bieä ber bemnätfift erfdieinenben 3)tff.
Seite 149 - Soviel wir wissen hat Goethe niemals etwas erlebt, das ihn vollständig hingenommen hätte. Und wenn er aufs Leidenschaftlichste erregt scheint, es bleibt ihm stets die Kraft übrig sich im Momente selbst zu kritisiren.
Seite 143 - Was sich dem Nichts entgegenstellt, Das Etwas, diese plumpe Welt, So viel als ich schon unternommen, Ich wußte nicht, ihr beizukommen, Mit Wellen, Stürmen, Schütteln, Brand, Geruhig bleibt am Ende Meer und Land! Und dem verdammten Zeug, der Tier- und Menschenbrut, Dem ist nun gar nichts anzuhaben. Wie viele hab
Seite 143 - Von allen Geistern, die verneinen, Ist mir der Schalk am wenigsten zur Last. Des Menschen Tätigkeit kann allzu leicht erschlaffen, Er liebt sich bald die unbedingte Ruh; Drum geb ich gern ihm den Gesellen zu, Der reizt und wirkt und muß als Teufel schaffen.
Seite 144 - Sorge, dafur ihr nicht schlafen kunnt; denn sint der Zeit ihr für uns gesorget habt, wollt uns das Feur verzehret haben in unser Herberg hart vor meiner...
Seite 286 - Beweiß einführen; f>ofmannetüalbau 1679 ©eb. 2b bift daß ich . . . auch endlich lichten und erfinden können, indem das erste alleine der Pritschmeisterey gar nahe kommt, das andere aber, so zu sagen, der Poesie Seele ist; 4b biß Dante, Petrarca... mit ihrer Poesie hervorgerucket; 4» Folgender Jahre ist die Poesie meistens unter gemeine Hände gerathen; 2 ода u auf Sotjenftein (bgl.

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