Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Klasse der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Band 114

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In Kommission bei A. Hölder, 1887
 

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Häufige Begriffe und Wortgruppen

Beliebte Passagen

Seite 610 - Gefühle, anstatt durch einen Begriff der Vernunft in der Frage deutliche Auskunft zu geben. Allein wenn Achtung gleich ein Gefühl ist, so ist es doch kein durch Einfluß empfangenes, sondern durch einen Vernunftbegriff selbstgewirktes Gefühl und daher von allen Gefühlen der ersteren Art, die sich auf Neigung oder Furcht bringen lassen, spezifisch unterschieden.
Seite 611 - Ein jedes Ding der Natur wirkt nach Gesetzen. Nur ein vernünftiges Wesen hat das Vermögen, nach der Vorstellung der Gesetze di nach Prinzipien zu handeln, oder einen Willen. Da zur Ableitung der Handlungen von Gesetzen Vernunft erfordert wird, so ist der Wille nichts Anderes, als praktische Vernunft.
Seite 616 - Willenshandlungen sich umsetzen. Gefühle und Triebe erscheinen nun nicht mehr als Vorstufen für die Entwicklung des Willens, sondern als Vorgange, die dieser Entwicklung selbst angehören, und bei denen die Wirksamkeit der inneren Willensthätigkeit als constante Bedingung erforderlich ist.
Seite 379 - Herrn Prof. Dr. Karl F. Peters an der Universität zu Graz. Die Mitglieder erheben sich zum Zeichen des Beileides von ihren Sitzen. Herr Hofrath Dr. Karl Ritter v.
Seite 611 - Der Gegenstand der Achtung ist also lediglich das Gesetz, und zwar dasjenige, das wir uns selbst und doch als an sich notwendig auferlegen. Als Gesetz sind wir ihm unterworfen, ohne die Selbstliebe zu befragen; als uns von uns selbst auferlegt, ist es doch eine Folge unseres Willens und hat in der ersten Rücksicht Analogie mit Furcht, in der zweiten mit Neigung.
Seite 617 - Thätigkeit' höchst unbestimmt, so dass seinen Positionen die nöthige Schärfe ermangelt. Sigwart erörtert die Wichtigkeit der Causalvorstellungen für den Willensact (Der Begriff des Wollens und sein Verhältnis» zum Begriff der Ursache, Kleine Schriften, 2.
Seite 545 - Jeder Act des Strebens oder Wollens fördert bei seinem Eintritte den Glückszustand im Vergleiche zu demjenigen Zustand, wie er für den Fall des Ausbleibens des betreffenden Actes sich einstellen würde. Hiermit ist noch keineswegs behauptet, dass jedes Streben oder Wollen auch eine absolute Glückszunahme mit sich bringe. Man kann etwa strebend und wollend gegen ein trotzdem sich stets...
Seite 578 - Wer begehrt wohl intensiver nach dem Freien, als der lebenslänglich Eingekerkerte, wenn etwa im Frühling der erste Lerchensang zu ihm hereinschallt, — oder ein beliebiger Stadtbürger, wenn er sich bereit macht, seinen gewohnten Morgenspaziergang anzutreten? — Unstreitig jener; und doch bleibt es da beim Wünschen, während es bei diesem zum Streben und Wollen kommt. In einer...
Seite 411 - Vestalinnen' , mit dem Ersuchen um ihre Veröffentlichung in den akademischen Schriften. Die Abhandlung wird einer Commission zur Begutachtung überwiesen. Das w. M. Herr Professor Heinzel legt eine für die Sitzungsberichte bestimmte Abhandlung ,Ueber die Hervararsaga
Seite 357 - Verzeichniss der alten Handschriften und Drucke in der Domherren-Bibliothek zu Zeitz. Berlin 1881.

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