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Nachtrag

zu meiner im letzten Heft der Zeitschrift (Bd. XXII, S. 731 flg.) gestellten Frage.

Von

«. Flllgel.

Nachdem Hr. Prof. Brockhans meine Anfragen über die indischen Secten a. a. 0. S. 737 gelesen hatte, Hess er mir einige Bemerkungen zur Beantwortung derselben zukommen, für welche ich ihm hierdurch meinen lebhaften Dank ausspreche.

lieber luxlCji"^*! und S-uO ;AiiS. ist er mit Rein aud einverstanden, stellt !i**~o"W mit anacana „das Nicht-Essen, das Fasten" mit vollem Recht zusammen, findet mit gleich vollem Recht in Vji LxajÜi die Worte IXtf Gangä = Ganges und yäträ Wallfahrt, also „die Wallfahrt zum Ganges", und in x.o .*> U! steckt nach ihm und Reinaud in der ersten Silbe _>K; das Uebrige aber bleibt ebenso unsicher wie das vorhergehende £aä..äs,£j! . — Nach meiner Ansicht muss die zweite Silbe Aaj }* etwas wie „Anhänger, Verehrer, gleichsam Garde" (der Könige oder Fürsten ä.|., dem «s'jJLJ! S*a-£ ähnlich) enthalten, und Haarbrücker erinnert bei den ü*Ä-yo Jkai\ an Bakrabantija Anhänger des Va£rabandha?

1) fehlt in diesem Filmst.

Ueber den Berg j^- oder ^}y=> habe ich nachträglich zu bemerken, dass Schahrastäni ^jy=>- schreibt, aber auch unter dieser Benennung mit verändertem >in ». findet sich ebensowenig ein Nachweis jenes Berges bei den muhammedanisrhen Geographen wie über den vorher erwähnten Fluss V_äas", der doch wahrscheinlich nur der Ganges sein kann, aber ungewiss lässt, wie er unter solcher Bezeichnung an die Stelle des letzteren treten kann, man müsste denn etwas gewaltsam I^äs statt V-äat lesen wollen. — Noch füge ich hinzu, dass Schahrastäni die Secte mit langen Haaren iUijjlgJt Bahädünija nach einem grossen Engel Bahädün nennt.

Allein zu diesem übriggebliebenen Räthsel treten noch einige andere hinzu, für deren Lösung ich mir den Rath der betreffenden Fachgenossen erbitte. So wird eine der Residenzen in China mit Sitz des Königs *..>...»• Ib, t.jy>lb oder iöj.:>lb genannt, die sich in den einheimischen arabischen und persischen Quellen nirgends auflinden und mithin auch ihre Lesart nicht berichtigen lässt. Früher gehörte das dazu gehörige Land zwei Königen; da kam der eine von ihnen um und es blieb nur der andere übrig. Nun war die Hauptkostbarkeit unter den Dingen, mit welchen angethan die Dienst

i leute der Könige bei ihren Majestäten eintraten, ^liJl, wofür sich

bei Masudi ^läjüi nnd e,Lij.;.'; findet, ein Thier in Indien, das,

jedoch fälschlich, mit dem Rhinoceros .jiXS^Ji, identificirt wird. Im Sanskrit heisst das Thier ganda, arab. sj^JS' ^,i-^*ji ist dagegen aus dem Chinesischen (oder Indischen?), wie es scheint, alterirt, aber wie? Aus dem Hörn desselben, das in China mit hohen Preisen bezahlt wurde, machten die Chinesen mit Gold und Edelsteinen ausgelegte Gürtel OiLUx, die ebenfalls den Namen ^jLixJl führten, was der Araber kurzweg *k»ä!| nennt, d. h. das Stück, der Abschnitt des Hornes, welches zum Gürtel benutzt wurdeIn jeder chinesischen Stadt gab es vier Emire oder höhere Beamte, der höchste oder «L*^| Ja*i heisst ^j^, der zweithöchste ^ly* oder i^olyo, was J^A u-1, bedeuten soll. Wie mögen diese Worte chinesisch lauten und welches ihre richtige Lesart sein? Klaproth (Journ. as. Avril 1833 S. 350 fg.) keuut diese Benennungen nicht.

Ostanes schrieb ein Werk «*!. ^y y^JÜa-l «^lä-» ~>^ ju^J«. Statt j&y findet sich auch j^y>, ^y und 0Pr». Wer mag dieser indische König und welches sein richtiger Namen sein?

Ein alter ^JUS> hcisst *~~5, **_j, •*->, \» und schrieb

über oLs\i ^ und ebenso ein Buch r*yol Viä*>i «**-*■* *aj ,*£L~. Wie lautet wohl der richtige Namen des Indiers?

Vor Allem bitte ich ferner den ersten Nummern des Verzeichnisses der Romane, welche persische Titel aufzählen, einige Aufmerksamkeit zu schenken. Hier gilt es wesentlich aufzuräumen.

Uebrigens lag mir vorzugsweise daran, das Verzeichniss vollständig und so zu geben, wie es vorlag, ohne jede weitere Erläuterung Berichtigung oder Zugabe von meiner Seite, um nirgends vorzugreifen, auch da, wo die richtige Lesart an sich unstreitbar ist

Berichtigung.

Von

A. Weber.

Mein verehrter Freund Prof. Stenzler macht mich darauf aufmerksam, dass meine Auffassung von Jyotirvidäbharana 10, 111 (s. diese Zeitsclirift XXII, 717. 718) ganz irrig ist. Der Vers enthält keineswegs eine Berechnung der Zeit der angegebenen sechs Fürsten nach der (,!äka-, d. i. Qälivähana-Aera, sondern einfach nur eine Prophezeihung über den Verlauf des Kaliyuga. Da der Vf. nämlich die in demselben auftretenden Aerastifter alle: yakakaraka nennt, so versteht er offenbar unter: cäkavatsaräs in v. 111 eben auch nur Jahre, welche von irgend einer di.-ser Acren gerechnet werden, keineswegs aber etwa Jahre nach (,'alivähana und viel weniger Jahre vor yälivähana. In dieser allgemeinen Bedeutung (an era, a period) erklärt ja auch schon Wilson das Wort (jäka. Die erste Aera beginnt mit Yudhishthira, welchen der Vf. an den Anfang des Kaliyuga setzt (wie es ja auch sonst geschieht, z. B. bei Äryabhata nach Colebr. Ess. II, 474. 475) uicht erst 2526 vor £älivähana, wie dies Varäha Mihira 13, 3 angiebt (shaildvika-panca-dvivutah ^akakälas tasya räjna^ ca). In v. 111 sind nun die Zahlen angegeben, welche von dem Anfang jeder Aera bis zum Eintritt der nächstfolgenden verlaufen, also:

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