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von Yudhishthira bis Vikrama .... 3044 Jahre

von Vikrama bis Calivähana 135 „

von Cjüiv. bis Vijayabhinandana .... 18000 „

von Vijay. bis Ndgärjuna 10000 „

von Nag. bis Bali 400000 „

von Bali bis Ende des Kaliyuga ... 821 „

Bauer des Kaliyuga 432000 Jahre Fängt nun das Kaliyuga nach der gewöhnlichen Annahme, die offenbar auch hier zu Grunde liegt, 3101 vor Chr. an, so haben wir Yudhishthira . . . . 3101 vor Chr.

Vikrama 57 „ „

Cjilivähana 78 nach Chr.

Vijayabhinandana. . . 18078 „ „

Bali 428078 „ „

Ende des Kaliyuga . . 428899 „ „ Die Angaben selbst bleiben natürlich ebenso seltsam, aber es verschwinden nun wenigstens bei dieser Stcnzlcrselicn Auffassung alle die mit der meinigen verbundenen und von mir p. 718 pointirten Widersprüche: auch wird meine ebends. (s. auch p. 721) ausgesprochene Vermutbung, dass v. 111 ein seeundärer Zusatz sei, einfach beseitigt.

Zu p. 728 bemerke ich noch nachträglich, dass Dinnäga es war, s. Co well preface zum Kusumänjali pag. VII, gegen dessen falsche Interpretationen der Nyäyalehre, die im Widerspruch mit denen des ihm vorhergehenden Vätsyäyana Pakshilasvämin standen, der Uddyotakara auftrat, dessen eigner Scholiast Väcaspati Migra von Cowell p. X in das zehnte Jahrhundert gesetzt wird, — Angaben, die im Wesentlichen zu den von mir aus buddhistischen Quellen über Dignäga beigebrachten stimmen, oder wenigstens leicht damit in Einklang zu bringen sind. Berlin 26. April 1869.

Aus einem Briefe des Herrn Consul Wetzstein
an Prof. Fleischer ')•

Berlin d. 30. Nov. 1868.
Die Worte Hosch el kaatti, welche Prof. Delitzsch in
Wunderbars Biblisch-talmudischer Medicin Abth. 3 (1852) S. 9

1) Obige Antwort des Herrn Consul Dr. Wetzstein auf eine Anfrage über das für Prof. Delitzsch und mich unerklärlich« .,Hosch el knalti" in Verbindung mit Seetzen's „Dschamca Aätlch (\JUocl)" liefert zugleich eine Probe von dem reichen Inhalte seiuer noch rückständigen Tagebücher und rechtfertigt die hiermit öffentlich an ihn gerichtete dringende Bitte um deren baldige Veröffentlichung. Fleischer.

und anderwärts als den Namen des muliammedanischen LeprosenHospitals in Damask gelesen hat, sind in 1.16s el-ka'ätle

8JLbl*iül (jiy=- zu verbessern, und es ist damit dieselbe Oertlkhkeit

genieint, welche in Sectzens Reisen Bd. I S. 277 Dschameä Aätleh heisst, wofür also gleichfalls idLlxfiJ! *-«ia. zu lesen ist.

Die ansteckende Seuche heisst Jiia*flJI Ao l), eine Benennung, welche bei Sectzen (S. 121) in Do el AtÄl verunstaltet ist, weil er die damasc. Aussprache transscribirt, nach welcher das ^j wie Haraz lautet. Er thut das häufig 8).

Zum Ko'täl rechnet man dem gemeinen Sprachgebrauche nach

zwei Krankheiten, den Aussatz o»jj und die Syphilis, vom Volke

ÄJ,aJl Ac> „die Frankeuseuche", von den Gebildeteren »\£>- genannt.

Das letztere Wort, welches eigentlich den Gliederfrass bedeutet, erhielt diese veränderte Beziehung wohl der Grundbedeutung (aniputare) seiner Wurzel halber, denn die Syphilis tritt in Syrien sehr

zerstörend auf. Der damit Behaftete heisst «ÄÄ- pl. *UA;> und

{^3? pl. f^M^1, welche Form bei Seetzen (S. 120) in dem Worte

Mudschaei'n (Schreib- oder Druckfehler für Mudschasim) steckt, denn die vocallose Labialis in Mgädim erscheint dem Ohre als Träger eines u-Lautes und i ist in Damask = :. was Seetzen immer durch s wiedergiebt.

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ekelhafte Geschwätz!" Doch gehört dieser Wortgebrauch nur der niedern Volksklasse an.

Die Frage, warum das Hospital bald ein H 6 &, bald ein G ä m i* (Moschee) genannt werde, beantwortet sich dadurch, dass das Ganze aus diesen beiden Theilen besteht. Hös und Gämi' liegen 50 Schritte von einander getrennt in einem Garten mit Aprikosen- und Wallnussbäumen, gemischt mit Weisspappeln (dem dortigen Bauholze) für den Bedarf des Hospitals. Der Gämi' hatte ein Minaret (ma'dene) und eine Herberge für durchreisende Leprose, dem Ansehen nach sehr alte und kostspielige Bauwerke, aber sie liegen gewiss seit länger als hundert Jahren in Trümmern.

Das Hospital, über welches die Tagebücher der Touristen weitere Mittheilungen geben werden, liegt ausserhalb der Stadt vor

dem Ostthore (Ö^ÜJI yUl) und ist nur durch den Communications

weg zwischen dem Ostthore und Thomasthore (üjj vW) von dem Wallgraben der Stadt getrennt.

Was schliesslich die beiden andern bei Seetzen (S. 277) erwähnten, den Christen gehörigen Leproseu-Hospitäler anlangt, so

mochte das kleinere zu meiner Zeit schon eingegangen sein, denn mir wurde nur eines, das in der äussern Giesshausstrasse (häret clmesbek el-berränie) gelegene, bekanut. Ich habe es vor dem Jahre 1860, in welchem es bei der Katastrophe der Christenstadt zugleich mit einem Theile seiner Insassen verbrannt wurde, einmal gesehen. Es war ein schmales langes Geholte mit etlichen vierzig Zimmern, die alle besetzt waren, und es hiess immer nur schlechtweg clII a dir a, eine völlig genügende Benennung, da das Christcnquartier keine andere Örtlichkeit dieses Namens hatte. Das vollständigere Hadiret el-ehhueh bei Scetzen (S. 277u.ö.) ist sicherlich, wie

Sie vermuthen, *y£>i\ äj.Saa- denn Seetzen giebt das ^ oft durch

hb wieder *). Wie die Moslimcn die Bewohner ihres Hospitals „die Herren" (oloL«-K vgl. Delitzsch, Commentar des Buches lob S. 199 Anmerk. 1) nennen, so konnten die Christen die Ihrigen „Brüder" nennen. Mau hat auch wirklich allen Grund, mit Leuten behutsam umzugehen, welche, ausgeschlossen von der menschlichen Gesellschaft und ohne Hoffnung jemals in dieselbe wieder aufgenommen zu werden, mit einer hündischen Schamlosigkeit auftreten. Ick ging einmal am Chan et-tutun vorüber, als ein Trupp dieser Menschen das Magazin eines Kaufmanns belagerte, um sich den Betrag einer verlornen Wette zu holen. Vergebens betheuerte der Mann, die kleine Summe bereits an die Armen seines Viertels gezahlt zu haben; die theilweise verstümmelten Gestalten rückten ihm so zu Leibe, dass er noch einmal zahlen musste. Aber mehr noch verdanken dergleichen Euphemismen ihre Entstehung einer abergläubischen Besorgniss, durch Nennung des Schlimmen beim rechten Namen der Macht desselben zu verfallen. Den Wahnsinn nennt man «i)v«il ^UJl „die (für die Angehörigen des Kranken) segenbringende Prüfung" und den Wahnsinnigen selber el-niebrük.

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Statt c*c! sagt der I.Iadari stets kefif und der Bedawi darir; statt .jx! hört man nur SUj^ Oji yi\. Ein Beduine wird die ihm so oft gefährliche Schlange (*•**•) nie anders als lüxo „Mädchen" nennen, und der Affe (^/»), dessen Anblick unheilbringend ist, heisst

^iJuu» „Glückbringcr". Die Hölle nennt man vorsichtig el-wadi el-ahmar, und was den Teufel selbst anlangt, so wagt mau nur in Gesellschaft, um Glaubensmuth zu zeigen, ein ^ux^äji ~-*L, slj| • unter vier Augen spricht man anständiger mit ihm und Abu murra, was ohngefältr unserm „Grimmbart" entspricht, ist da sein gewöhnlicher Titel. Meinem Kawassen Muhammed Saküs fiel einmal eine für seine Verhältnisse wcrthvolle gläserne Wasserpfeife vom Rande der ßah»ra und zerbrach; da rief der Mann wehmüthig aus: les häk ja abü murra „warum thust du mir das, oAbü murra?"

1) Z. B. S. 380 Beni Szahhar j^o Jnj, S. 381 Malihlul JjJU? „der Muttermilch entwöhnt" (durch Anbringung des JjL>).

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Durch eine freundliche Mittheilung des Herrn Prof. De Goeje in Leyden bin ich schon jetzt im Staude meine Erklärung des sehr merkwürdigen Dirhems Abu-1-Saräjä's (Ibn-al-Atir, wie IbnKhaldun in der Bulaqer Ausgabe, giebt den Namen stets mit dem Artikel), wovon B. XXII, S. 706—7 die Rede war, wenigstens zum Theil zu berichtigen. Weil ich keinen Namen Abü-1-Saräjä's kannte, der zu den Schriftzügon des letzten Wortes auf der Aera der Rückseite passte, nahm ich meine Zuflucht zu einer Conjectur, die, wie so oft, auch hier ganz misslich ausfiel. Bei näherer Ansicht der Münze (siehe die Abbildung) ist der etwas dunkle Buchstabe, den ich u« gelesen, ohne Zweifel ein (jo, und die ganze Zeile als ein Wort juo$] zu geben. Im Kitab-al-'Ujun, das jetzt in Leyden gedruckt wird, bat Herr De Goeje eine Nachricht gefunden, welche dies Wort als Namen Abü-1-Saräjä's ausgiebt. Er schreibt mir: „Bei Lesung Ihrer Bemerkung über den Dirhem des Abu-1-Saräjä kam ich auf den Gedanken, dass vielleicht dies JL*"$\ zu erklären sei aus dem Beinamen yU>"}Jf, den Abü-1-Saräjä sich selbst beilegt. Sic wissen, dass sein Statthalter in Mekka Hoseiu al-Alfas die kostbaren Gewänder der Kaaba herabzog und ersetzte durch zwei

Kleider von „ganz dünner Seide" (vJus, \Jä s. 3- ^). Diese Kleider waren ihm von Abü-1-Saräjä zugeschickt und trugen, was

ich nur im Kitäb al-'Ujtin gefunden habe, folgende Inschrift: U*

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